Rennsitze – RacingSeats

Einleitung

Die Grundlage für jeden angehenden und erfahrenen Simracing-Fahrer ist der Racing-Seat. Viele große Händler wie Amazon (Link) bieten eine Vielzahl an verschiedenen Sitzen an und aufgrund der Preise solltet ihr, die für euch persönlich richtige Entscheidung treffen. Daher versuche ich heute wieder die verschiedenen Angebote für euch zu filtern, damit ihr euch auf die Schnelle eine gute Übersicht machen könnt und nicht aus Versehen zum falschen Produkt greift.

Nur mal soviel vorweg: Ein Rennsitz bringt euch um einiges näher an das echte Rennfahrer-Feeling, als das typische Bürostuhl-Setting.

Preise und Setup:

Wie immer gibt es auch hier eine weite Spanne an Preisen. Tatsächlich ist man aber auch mit einem „Do it yourself“ Rennsitz meist schon bei einigen hundert Euro. Hochwertige, fertige Rennsitze kosten ohne Lenkrad meist ab 300€ und darüber. Am teuersten, aber sicherlich am interessantesten, sind Rennsitze mit Hydraulikmotoren, die versuchen die G-Kräfte im Auto zu simulieren. Somit müsst ihr euch die Frage stellen, ob ihr zu den fertigen Produkten greifen, oder selbst basteln möchtet.



Eigenbau DIY



Hier gibt es so viele Möglichkeiten und Dinge, die man seinen eigenen Wünschen anpassen kann, sodass hier wenig Empfehlungen gemacht werden können. Daher zeige ich hier einfach ein paar Bilder, die euch verschiedenste Möglichkeiten aufzeigen sollen. So kann man sich einfach ein eigenes Bild machen und eventuelle Kosten, sowie den dazugehörigen Aufwand einplanen.

Es gibt zudem auch Anbieter von sogenannten Alu-Rahmen-Rigs. Hier gibt es deutsche Anbieter wie monstertech.de oder track-time.de. Weitere Anbieter aus Europa wären sim-lab.eu sowie Heusinkveld Engineering. Tatsächlich gibt es eine Firma mit dem Namen jcl-simracing.com, die sogar eine Variante als Motion Sim, also mit Motoren für die Bewegungssimulation, anbietet. Zwar sind diese Anbieter nicht wirklich „Do it Yourself“, aber eine gewisses handwerkliches Geschick ist sinnvoll um das volle Potenzial nutzen zu können. Auch die Preise ab knapp 300€ je nach Anbieter sind einzuplanen. Schön ist, dass man schnell und einfach zusätzliche Erweiterungen anbauen kann, denn die Aluminium Teile lassen sich kostengünstig ändern oder tauschen. Hier zeigen wir euch ein paar Bilder der jeweiligen Anbieter:

Bedenkt bitte, dass diese Anbieter meist nur das Aluminium mit den Schrauben und Winkeln verschicken. Ein Rennsitz und andere abgebildete Teile sind oft nicht enthalten. Somit muss man diese Kosten zusätzlich mit einkalkulieren. Da es aber universelle Halterungen sind, kann man jeden Rennsitz drauf montieren, den man sich leisten kann.

Wer komplett selber bauen möchte, für den gibt es eine englische Seite, auf der man sich Baupläne für Holz- oder Metal-Cockpits kaufen kann, mit genauen Angaben und Ideen.

Hier geht´s zur Seite: opensimrigs.com



Hersteller Fertigsitze 



Unter diesem Punkt möchte ich euch mehrere verschiedene Hersteller und deren Produkte vorstellen. Vergesst nicht, dass bei vielen Anbietern, die außerhalb von Amazon oder anderen Anbietern ihre Produkte selbst versenden, hohe Versandkosten aufgrund des Gewichts und der Größe des Pakets oben drauf geschlagen werden. Oft sind es bis zu 100€ extra. Daher habe ich euch die Artikel die bei Amazon zu bekommen sind, etwas prominenter mit diesem kleinen Logo heraus gestellt.

Der bekannteste unter Ihnen, sollte die Firma Playseat sein. Diese hat schon seit einigen Jahren ein großes Portfolio an Sitzen für jeden Anwender parat. Vom Einstiegssetup wie den Playseat Evolution, bis zum hochwertigsten Setup namens Playseat Sensation Pro, ist alles dabei. Auch die Möglichkeit der Erweiterung, wie eine Joystick- oder Shifter-Halterung, ist meist gegeben.

Playseat Evolution Edition ab 299€
Playseat Formel 1 Edition ca. 1000€
Playseat Sensation Pro ca. 1599€

Hier muss ich eine kleine Warnung für den Evolution heraus geben. Ich selbst habe ihn oft testen dürfen und mir ist jedesmal die Mittelstange der Lenkrad-Halterung im Weg gewesen, da man nur schlecht an die mittlere Pedale kommt, wenn man ein hochwertiges Lenkrad angeschlossen hat. Für Leute die nur zwei Pedale haben ist dies vielleicht zweitrangig, aber man sollte von diesem Umstand wissen und vielleicht zum offenen Sensation oder einem  Alternativprodukt greifen.


Eine Alternative wäre z.B. der Speedmaster: Ich selbst besitze den Speedmaster V2.0 schon seit einigen Jahren und bin immer noch hellauf begeistert. Zwar ist der Sitz nicht der aller bequemste, sondern eher auf Funktionalität und Robustheit ausgelegt, aber die Qualität und der Preis haben mich total überzeugt. Auch der Raum zu den Pedalen ist offen und es ist nichts im Weg wenn man mal hektisch vom Gaspedal zur Bremse rutschen muss. Zwar gibt es diese Version kaum mehr zu kaufen, aber dafür gibt es einen noch besseren Nachfolger mit dem Namen Speedmaster S. Auch dieser verspricht hochwertige Verarbeitung und wurde um einige Elemente verbessert. Er ist sozusagen komplett justierbar. Auch der Sitz ist viel komfortabler und scheint auch langen Racing Sessions gewappnet zu sein. Der Preis von knapp 400€ scheint sehr fair zu sein. In Verbindung mit einem Körperschallwandler (Hier gibt es einen ausführlichen Artikel) ist dieser Stuhl die beste Empfehlung meinerseits!

Speedmaster S für ca. 429€

Wichtig ist hier noch zu erwähnen, dass die Halterung für die Gangschaltung schon inklusive ist.


Einer der schönsten vorgefertigten Rennsitze kommt von der Firma RSeat. Dieser Sitz ist wahrlich eine Augenweide und scheint aus den hochwertigsten Materialien gefertigt worden zu sein. Es gibt sogar eine Alcantara Version zu kaufen, die den edlen Eindruck verstärken soll. Die Preise fangen bei knapp 700€ an und je nach Upgrade kommt man auf bis zu 1.200€ Die Kundenbewertungen auf der Hersteller Homepage scheinen aber unseren Eindruck zu bestätigen und geben alle durchweg eine klare Kaufempfehlung. Auch dieser Sitz ist an vielen Stellen justierbar und kann so auf jeden Nutzer individuell eingestellt werden.

rseat-europe.com

RSeat RS1 red/black für 599€

Ein eher unbekannter Anbieter ist die Firma FK Automotive. Diese Firma gibt sich selbst als Auto-Tuning-Werkstatt aus, hat aber eine günstige Alternative zu den oben genannten Produkten zu bieten. Die Racing-Seats von den Jungs kosten nur knapp über 200€ und bieten damit einen spannenden Einstieg ins virtuelle Renngeschehen. Dafür muss man aber mit etwas schludrigen Schweißnähten und einer nicht ganz so versteiften Lenkradhalterung leben. Die Bewertungen der meisten Kunden sind trotzdem durchweg positiv, weshalb ich diesen Sitz hier auch gerne vorstelle. Es gibt ihn in mehreren Farben hier zu kaufen.

FK-Automotive Schwarz-Rot

Die englische Firma PAGNIAN bietet eine interessante Zwischenlösung für Leute, die einen bequemen Bürostuhl beim Fahren nicht missen wollen, oder einfach wenig Platz haben. Es ist eine stabile Halterung für Pedale und Lenkrad, die schnell mal in die Ecke verstaut werden kann und bei Bedarf schnell einsatzbereit ist. Dafür verlangen die Jungs gerademal 200 Pfund. Aber hier hört das Angebot nicht auf. Eine Variante mit Schalensitz ist für knapp 600 Pfund ist auch im Portfolio enthalten. Die Sitze haben eine stabile Gesamtkonstruktion an der nichts klappern soll. Für knapp 3.000 Pfund bietet PAGNIAN auch einen Motion Simulator an, die wir auch im kommenden Punkt ansprechen werden.

pagnian.co.uk/

 

Next Level Racing Wheel Stand ca. 200 Pfund

Next Level Racing GTultimate V2 Simulator

 



Motion Simulator



Die wahrlich tollste Erfindung scheinen Motion Rigs zu sein. Hier scheiden sich allerdings die Geister wie sonst nirgends, denn es gibt viele verschiedene Setups, die Vor- und auch Nachteile bieten. Vorweg zeig ich euch ein Video, welches die Kollegen von Tech Best erstellt haben. Hier sieht man eine aktuelle Auswahl an hochwertigen Motion Simulatoren. Natürlich gibt es weit mehr, aber es zeigt erst einmal einen groben Überblick.

Gehen wir nun mal genauer auf die verfügbaren Produkte ein.


Bei dem Projekt „Racing Cube“ handelt es sich um ein Kickstarter finanziertes Projekt aus Dänemark. Das Zwei-Mann-Team versucht hier eine günstige und platzsparende Lösung für den Full-Motion-Sim Fan zusammen zu basteln. Zur Auswahl werden zwei Versionen stehen, wovon eine mehr Möglichkeiten zur Konfiguration bieten wird. Die Grundversion wird nicht mehr als einen Radius von knapp 1,5 Metern brauchen, da sie sich auf der Stelle drehen kann. Zur Zeit gibt es nur die Möglichkeit das Teil vorzubestellen, aber in naher Zukunft soll sich dies ändern. Die Preise sollen ab 2.500€ starten. Hier gehts zur Hersteller Website:

http://fasetech.com/


Im Video zwar unerwähnt, aber trotzdem nicht zu verachten ist die Firma SIMXPERIENCE aus Amerika.  Hier gibt es 5 verschiedene „Stages“ welche man sich ins heimische Zocker-Zimmer bestellen kann. Preislich kann man hier mit knapp 2.500€ für das kleinste Modell rechnen, dann bekommt man die reine Mechanik geliefert. Da die Webseite auch auf deutsch einstellbar ist, kann man sich ein tolles Bild der verfügbaren Gerätschaften machen, bevor man auf „Kaufen“ drückt. In Deutschland ist der SIMXPERIENCE mitunter die weit verbreiteste Variante der Motion Simulatoren. Daher wird man auch schnell Hilfe bei Problemen bekommen, wenn man in den bekannten Simracer Foren schaut.

Im Gegensatz zum Racing Cube ist dieser Simulator jedoch auf der Stelle stehend und kann so keine seitlichen G-Kräfte simulieren. Viele Nutzer sprechen aber von einem Manipulieren des Gehirns, wenn man längere Zeit damit gefahren ist, da dem Gehirn wohl nur der Impuls der Bewegung reicht, um daraus ein komplette Bewegung zu erkennen. Ich selbst kann dies nicht so recht bestätigen. Allerdings waren meine Erfahrungen nur auf Messen, wo man sich mal kurz reinsetzen durfte und natürlich keine Langzeit-Erfahrung sammeln konnte. In Verbindung mit einer Virtual Reality Brille, aber durchaus vorstellbar. Hier der Link zur Seite mit den Bestellmöglichkeiten:

http://simxperience.com/


Einer der hochwertigsten Motion Simulatoren auf dem Markt ist wahrscheinlich der Vesaro. Hier gibt es unendlich viele Konfigurationen und Möglichkeiten. Angefangen wird hier allerdings mit knapp 15.000€ und man kann sich schnell ein Setup bis 40.000€ zusammen basteln. Stellt sich halt die Frage, ob man hier nicht doch lieber zu einem echten Fahrzeug greift. Technisch und qualitativ wird es aber kaum ein Simulator an dem Vesaro vorbei schaffen. Hier darf man sich sein Setup zusammen bauen:

http://www.vesaro.com/


Einer der dies versucht ist die Firma CXC Simulations. Allerdings gibt es hier sogar eine Konfiguration bis 80.000€. Dann ist der passende PC sowie das Soundsystem schon integriert. Wer das Geld besitzt bekommt hier eine All-In-One Lösung, die seines Gleichen sucht. Hier gehts zur Wahl der Qual!

http://www.cxcsimulations.com


4DOF Motion Simulators

Kommen wir nun zur, meiner Meinung nach, glaubhaftesten Lösung für den Heimgebrauch. Die kleine Gruppe an Ingenieuren der Firma 4DOF aus der Tschechischen Republik haben den wahrscheinlich besten Simulator für Racing Games entwickelt. Leider ist auch hier der Preis von fast 30.000€ ein deftiger Griff ins Portmonnaie. Allerdings würde meine Wahl sofort auf dieses Prachtstück fallen. Es wird in alle erdenklichen Richtungen simuliert und wer die Oculus oder ähnliche VR Headsets sein Eigen nennen darf, wird hier wohl im siebten Rennfahrerhimmel schweben. Auf den Weg dorthin wird man gebührend durchgeschüttelt. Prachtvoll! Dieses Produkt wird wohl aktuell nur auf Anfrage verschickt. Zum Shop geht´s hier:

http://www.motion-sim.cz

Hier reicht kein Bild, daher hänge ich ein Video an, damit man sich ein besseres Bild machen kann!

Wenn euch der Bericht gefallen hat, schaut doch einfach mal auf den anderen Ratgebern vorbei, die wir für euch zusammen gestellt haben. Wir wünschen viel Spaß beim Träumen und Sparen auf euer Traum-Setup!