Bodyshaker-Buttkicker

Bodyshaker

Hallo liebe Racing-Gemeinde,

Ich wollte euch heute gerne mal zeigen, was man tun kann, um mehr aus seinem virtuellem Rennerlebnis heraus zu holen. Und schon mal eins vorweg. Das Ganze lohnt sich so sehr, dass man es einfach haben muss.

Ich spreche von diesen neuen, noch nicht ganz bekannten Körperschallwandler, Bodyshaker oder Buttkicker.

Ich habe davon vor knapp einem Monat erfahren und mich dann mal umgehört, aber die wenigsten Leute nutzen es, oder glauben daran, dass es wirklich einen solchen Effekt hat, wie versprochen.

Tatsächlich kann ich nur sagen. Das ganze lohnt sich ungemein. Man kann sich einfach nicht vorstellen, wie sehr das Gefühl für das Fahrzeug verbessert wird. Aber ich kann versprechen, wenn man es richtig verbaut, ist es eine unglaubliche Hilfe.

In diesem Video spricht Kelvin van der Linde, ADAC GT Masters Fahrer, über seine Erfahrung mit dem Buttkicker, und bezeichnet es als starke Hilfe für jeden virtuellen Rennfahrer. Er findet sie sogar realistischer, als Simulatoren, die eine Bewegung des Autos simulieren. Aber schaut euch das Video einfach, ab der verlinkten Stelle, an. Es lohnt sich mal eine Stimme, aus dem echten Rennfahrerleben, zu diesem Thema zu hören. Seine Meinung zu solchen Produkten hört ihr in Minute 59:29.

Preise und Setup:

Es gibt schon jetzt eine weite Spanne an Produkten. Angefangen vom Einstiegssetup mit zwei Bodyshaker einem Mini Verstärker, im Gesamtwert von ca. 50€, bis hin zum Profi Buttkicker für 800 €. Ich stelle euch mal drei Varianten vor:


Setup 1: Marke Eigenbau, Preis ca. 70 €

Vorteil: guter Effekt, zu günstigem Preis

Bodyshaker 2x oder: Bass Pump Lii 2x

Mini Verstärker 1x

Netzteil 12V 5A 1x

Klinke zu Chinch Kabel 1x

Lautsprecherkabel 1x

Setup 2: Reckhorn Bassshaker, Preis: 344€

Vorteil: Keine hohe Hitze Entwicklung, da gut isoliert

Komplettpaket (inkl. Gummipolster)

oder einzeln, mit Verstärker deiner Wahl:

Reckhorn Bassshaker 2x ca. 60€ pro Stück

Mini Verstärker 1x

Netzteil 12V 5A 1x

Klinke zu Chinch Kabel 1x

Lautsprecherkabel 1x

Setup 3: ButtKicker LFE Kit EU Version, Preis: 799€

Vorteil: Das Non-Plus-Ultra, ohne Kompromisse

Komplettpaket

oder einzeln, mit Verstärker deiner Wahl:

Mini Buttkicker 250W 1x ca 120€

Mini Verstärker 1x

Netzteil 12V 5A 1x

Klinke zu Chinch Kabel 1x

Lautsprecherkabel 1x


Alle drei Setups sind funktional und haben eine atemberaubende Wirkung. Laut einigen Aussagen im Internet ist der Buttkicker, dass Produkt, welches die beste Wirkung hat, da er am saubersten die Vibrationen an den Mensch bringt. Dieses Setup kann man auch professionell erweitern und verbessern. Allerdings ist hier zusätzlich eine Software, mit dem namen SimVibe, von Nöten. Das Setup sieht dann wie folgt aus:

Klickt aufs Bild für mehr Informationen

Die Variante von Reckhorn ist die qualitative Mitte. Sehr hohe Verarbeitungsqualität und ein wirklich gut verbauter Verstärker mit wenig Wärme-Entwicklung.

Ich persönlich bleibe aber erst einmal bei meinem Eigenbau. Hier kann ich selbst noch an den Bässen Veränderungen vornehmen und der kleine Verstärker fügt sich super in mein Cockpit ein. Die Effekte der Körperschallwandler lassen, zum aktuellen Zeitpunkt, keinen Wunsch offen. Einzig die Wärme-Entwicklung, jeder einzelnen Komponente, sollte ich wohl im Auge behalten.

Funktion der Körperschallwandler / Bodyshaker / Basspumps / Buttkicker

Was genau machen diese Dinger eigentlich?

Entwickelt wurde das ganze ursprünglich mal für Menschen, die Nachts nicht auf die Dröhnung ihres Subwoofers verzichten wollten, allerdings trotzdem auf die Nachbarn Rücksicht nehmen möchten. Das Prinzip ist eigentlich ganz einfach. Es ist eine Box die keine Höhen erzeugt sondern durch eine große Spule, im inneren des Kerns mehr rüttelt als Sound macht. Angeschraubt an eine Couch oder Stuhl, wird die Vibration direkt an den Körper weitergegeben. Damit entsteht die Illusion, dass es immer noch lauten Krach macht, obwohl es eigentlich sehr leise ist. Für uns Simracer ist es die Erfindung des Jahrhunderts, denn angebracht an einen Rennsitz, haben wir die komplette Geräuschkulisse weitergeleitet an unseren Körper.

Warum das so viel mehr ausmacht?

Jedes Motorgeräusch kann quasi gefühlt werden. Selbst Bumps auf der Strecke können gefühlt werden. Man stelle sich einfach vor, man bekommt jedes Geräusch an den Körper vermittelt. Eine Art Popometer, ohne G-Kräfte. Einer der geilsten Effekte, ist das Rütteln, wenn man über die Curbs heizt. Dieses Feeling haut einen fast vom Stuhl. Am besten ist es tatsächlich, wenn man es selber mal erlebt hat. Man möchte es einfach nicht mehr missen!

Anschluss des Eigenbaus:

Nachdem ich nun 2 verschiedene Verstärker und 4 Netzteile probiert habe, kann ich aus eigener Erfahrung nur oben genannte Produkte, für einen Eigenbau, empfehlen. Das Netzteil braucht mindestens 5 Ampere um die 100Watt Bodyshaker auch wirklich befeuern zu können. Hier sollte man auch schauen, dass es ein hochwertiges Netzteil ist. Viele Geräte bei Amazon & Co. kommen ohne Umwege aus China und sind leider sehr schlecht verarbeitet und haben Ausfälle, im Betrieb.

Bevor man das Netzteil in den Mini-Verstärker bringt, empfiehlt es sich, alle Audiokabel zu verbinden. Am wichtigsten ist natürlich die Verbindung des Verstärkers mit der Soundkarte. Wer hier schon seine Boxen drin stecken hat, für den gibt es eine solche Klinkenweiche, damit man den Sound aufteilen kann. Danach bastelt man die Lautsprecherkabel an Verstärker und Bodyshaker. Achtet bitte auf die farblichen Hinweise auf Verstärker, Kabel und Lautsprecher. So klingt nachher alles, wie es soll. Jetzt kommt der knifflige Teil.

Viele Rennsitze sind aus hochwertigen Materialien gebaut und haben meist keine Fläche wo man die Bodyshaker anbauen kann. Ich persönlich habe dies mit einem raffiniertem Trick hin bekommen und die beiden Shaker an meinem Sitz eingeklemmt und dann mit Hanfband befestigt. Somit sind sie sogar frei schwingend und geben noch mehr Bass an den Sitz ab. Die bessere Lösung wäre aber natürlich die Befestigung per Schrauben. Einige Leute haben hier das ganze so gelöst, dass sie die Shaker direkt am Gestänge verschraubt haben. Leider kann ich mir nicht vorstellen, dass dies ein befriedigendes Ergebnis liefert. Falls ihr gar keine Möglichkeit habt, es irgendwo zu verbauen, bleibt euch noch die Möglichkeit den Shaker direkt im Sitz zu verbauen. Achtet dann aber auf die Wärmeentwicklung. Nicht das euch noch der Allerwerteste verkokelt.

Sicherheit und Lärm:

Zum Thema Lärm kann ich nur sagen, dass die Geräte nur dumpfen Ton von sich geben, und der Rest reine Vibration ist. Man muss sich also keine Sorgen machen, dass die Nachbarn auf der Schwelle stehen. Ich persönlich fahre immer mit Headset und wenn die Shaker aufgedreht sind, ist im Nachbarzimmer nichts zu hören. Ob allerdings die Vibrationen in das Untergeschoss übertragen werden, kann ich leider nicht sagen. Bisher habe ich noch kein Besenschlagen meiner Untermieter vernommen, und gehe davon aus, dass ich in Zukunft keine Gummiunterlage brauche. Falls doch, werde ich es hier nachtragen.

Allerdings solltet ihr wirklich auf die Temperaturen der einzelnen Bauteile achten. Mini-Verstärker, sowie Bodyshaker werden so heiß, dass man sie kaum Anfassen kann. Es empfiehlt sich den Verstärker mit einem PC Lüfter zu kühlen. Alternativ kann man natürlich die Lautstärke runter drehen, und so eine Überhitzung vorbeugen.

Hab ich noch was vergessen?

Mir fällt zumindest nix mehr ein. Ich werde diesen Artikel immer wieder aktualisieren, wenn es etwas neues zum Thema gibt. Aber ich denke das man erst einmal einen guten Eindruck zu dem Thema bekommen hat.

Keep Racing Fast

Euer Grip-Racing-Team!