Zweiter Platz nach Startunfall

Das Rennen auf Spa ist zu Ende, die Boxengassen sind gekehrt und der Motorenklang der Multiclass GT3 Liga weichte für den morgendlichen Vogelgesang im belgischen Einöd. Zeit für ein finales Resumé des vergangenen Rennabends.

Nach einer langen und intensiven Vorbereitung in den letzten zwei Wochen mit seinem Teamkollegen Michael Nord, gelang es Matthias Zlusch in der Qualifikation auf dem dritten Rang nur knapp vor Michael Nord zu landen und somit startete das Grip Racing Team aus der zweiten Startreihe. Felix Riecken und Ergin Karakus schafften es leider nicht rechtzeitig auf die Strecke und fielen somit aus.

Das Rennen began mit einer Einführungsrunde, auf der man die Reifen warm halten sollte, um in der ersten Runde nicht direkt die Mauer zu küssen. Matthias erzählte uns, dass er total aufgeregt war und einen perfekten fliegenden Start hinbekommen wollte. Vor ihm waren Markus Walter auf zweiterscreenshot_ks_mercedes_amg_gt3_spa_16-9-116-11-18-52 und Silvio Striegler auf der ersten Position. Michael Nord hatte die zwei Edelbergmeier im Nacken, die im letzten Rennen alles dominierten und somit mit Zusatzgewichten langsamer waren als die Spitze.

Am Ende der Einführungsrunde geht es dann in die Double File und es sind nur noch wenige Sekunden bis zum fliegenden Start. Zlusch hatte den Vorteil genau zu sehen, wann sich Silvio Striegler für den Start entscheidet, da er sich genau hinter ihm befand. Blitzschnell schaltete Zlusch einen Gang hoch und konnte sich noch vor der ersten Haarnadel neben Markus Walter setzen, der in der darauf folgenden Kurve das nachsehen hatte und noch eine weitere Position verlor. Auch Teamkollege Michael Nord hatte keinen allzu guten Start und verlor zwei Plätze.

screenshot_ks_mercedes_amg_gt3_spa_16-9-116-11-24-6Doch dann passierte das große Unglück des Rennen. Während sich die vorderen platzierten ohne Berührung davon machen konnten, kam es im darauf folgenden Feld zu einem Tumult. Ralf Stingl fuhr mit seinem Glickenhausen gerade einmal eine Kurve weit im Rennen, als ihm seine Festplatte am heimischen Rechner ausfällt. Dadurch verlor er die Verbindung zum Server und sein Auto schnellte einmal quer über die Strecke. Dabei rammte er drei Fahrzeuge vor ihm und leider war hier auch Michael Nord ein Leid tragender Teilhaber. Das nachfolgende Chaos war eine große Katastrophe für die meisten Fahrer, denn viele von Ihnen hatten große Schäden davon getragen. So auch Michael Nord. Er musste frühzeitig an die Box und den Schaden reparieren, da sein Auto viel zu langsam und kaum mehr fahrbar war. Seine Boxen-Crew brauchte dann leider sehr lang um die Schäden wieder passabel zu reparieren und Michael wurde weit nach hinten durch gereicht. Der weitere Verlauf seines Rennens war kaum mehr erwähnenswert. Er rettete seinen Mercedes AMG zumindest auf den 22sten Platz.

Zlusch hingegen konnte nach dem erfolgreichenscreenshot_ks_mercedes_amg_gt3_spa_16-9-116-11-22-4 Start und dem Gewinn der zweiten Position, direkt hinter Silvio Striegler durch die Eau Rouge. Er erwischte diese auch noch besser und konnte auf der folgenden Geraden direkt auf den ersten Platz vorfahren. Dies war ein unglaublicher Erfolg für Ihn und nun galt es diese Position zu halten. Zum seinem Glück, waren seine Kontrahenten über Runden im Zweikampf, sodass sich Zlusch knapp 5 Sekunden absetzen konnte und diese Zeit nicht mehr verlor.

Mitte des Rennens war der Pflicht-Boxenstopp für Zlusch angesetzt und ein Reifenwechsel stand an. Die Crew arbeitete superschnell und nach dem Stopp war Zlusch immer noch auf dem vierten Platz zu finden. Da die vor ihm fahrenden Markus Walter, Silvio Striegler und Hannes Hickl alle noch keinen Boxenstopp hatten, musste Zlusch seine Rundenzeiten nur noch halten um rein rechnerisch auf den ersten Platz zurück zu fahren. Er wurdescreenshot_ks_mercedes_amg_gt3_spa_16-9-116-11-50-51 sogar schneller als vor dem Boxenstopp und fuhr die schnellste Rennrunde mit einer 2:18:068 Damit war er noch einmal sechs Zehntel schneller als der bis dahin Schnellste, Markus Walter. Leider sollte es nicht reichen, denn Walter hatte eine bessere Strategie. Statt auf den schnelleren soften Reifen war er mit der mittleren Reifenmischung unterwegs und musste bei seinem Boxenstopp nur kurz anhalten. Damit hatte er 15 Sekunden weniger Zeit in der Box verbracht und kam mit einem Vorsprung von 10 Sekunden vor Zlusch aus der Box. 4 Runden vor Schluss war somit eigentlich klar, wenn Markus Walter jetzt keinen Fehler mehr macht, hat er gewonnen. Zwar gelang es Matthias Zlusch die Zeit auf 5 Sekunden Rückstand zu verkürzen, doch es sollte für den Sieg nicht reichen. Somit fuhr Markus Walter nach 25 Rennrunden auf den ersten Platz, dicht gefolgt von Matthias Zlusch. Dritter wurde Silvio Striegler vom Gamophy Racing
Team.

Es war bis zuletzt spannend und wir danken allen,spa-zweiter die beim Rennen zugesehen haben und unseren
Fahrern die Daumen gedrückt haben. In zwei Wochen werden die Motoren durch die Eifel heulen. Die geschichtsträchtige Nordschleife ist mit einem Ausdauer-Event angesetzt. Hier wird es also auf schonende Reifen und konstantes Fahren ankommen. Wir sind gespannt wie unsere Fahrer sich hier schlagen werden.

Zum Schluss noch die Aufzeichnung vom tollen Rennen von und mit dem SimRacingUnited Kommentor Bernd Schmidt.

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